Der Schädel

Bei Hunden unterscheidet man drei Grundformen des Schädels:

• Hunde mit langer Schnauze wie Collie (Schottischer Schäferhund), Afghanischer Windhund, Dobermann und Foxterrier.

• Rundköpfige, stupsnasige Rassen wie Mops, Bulldogge und Pekinese (sog. Apfel- kopf).

• Hund mit normal langer Schnauze. In diese Gruppe fallen alle anderen, die nicht einer der ersten beiden Kategorien angehören.

Teile des Schädels
Die äußeren Kopfmerkmale passen sich Form und Typ des Schädels an. Die Augen liegen in den Augenhöhlen rechts und links vom Jochbeinbogen. Dieser wiederum beherrscht die ganze Breite des Schädels und ist je nach Hunderasse unterschiedlich. Langschnäuzige Hunde haben einen relativ geraden Jochbeinbogen, während derjenige von kurzschnauzigen Hunden stärker gebogen ist.

Kiefer
Die Form des Kiefers ist bei den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich. Die offiziellen Rassestandards stellen gewisse Richtlinien für das Gebiss eines jeden Hundes auf. Die Kiefermuskeln sind sehr kräftig. Man sagt, dass eine Promenadenmischung von 20 kg eine Beißkraft von 165 kg hat; beim Menschen beträgt der Durchschnittswert des Gebissdruckes 20 bis 30 kg.

Schädeldecke
Der obere Teil des Hundekopfes beherbergt das Gehirn und unterscheidet sich ebenfalls stark je nach Rasse. Beim Chihuahua wurde über viele Jahre der Zuchtauswahl ein hochgewölbter Kopf herausgebildet. Leider hat dies dazu geführt, dass viele Tiere mit vererbbaren Gehirnfehlern oder einem Wasserkopf geboren werden.

Der Stopp oder Stirnabsatz
Hier geht die Stirn in das Nasenbein über. Einige Rassen - etwa der Boxer - müssen laut Zuchtstandards einen stark ausgebildeten Stopp haben, andere wiederum nicht ( Greyhound oder Bullterrier ). Auf der Rückseite der Schädeldecke schließt sich das Hinterhauptsbein an, das beispielsweise beim Bassett sehr stark ausgebildet ist. Dieses Merkmal tritt bei Junghunden erst im Alter von neun bis zehn Wochen auf.

Der Schädel und sein Gebiss

Das Gehirn
Das Hundegehirn unterscheidet sich von dem des Menschen vor allem im Großhirn; der Mensch hat bedeutend mehr graue Zellen als ein Hund. Obwohl beide ihre Körperfunktionen und -bewegungen koordinieren und kontrollieren müssen, tut dies der Mensch mit mehr Verstand. Das Wichtigste am Hundegehirn sind die Sinne und das »Wieder erkennen«; für das eigentliche Denken ist kaum Platz. Einem Hund kann man beibringen, ein Fünfmarkstück wieder zu erkennen, aber er wird niemals den Sinn des Geldes verstehen und nicht lernen, wie viel Dosen Futter man für fünf Mark kaufen kann. Eine große Hunderasse wie der Bernhardiner, der ungefähr genauso viel wiegt wie ein Mensch, hat im Vergleich nur ein Gehirngewicht von 15%. Dabei hat aber jener Teil des Gehirns, der für den Geruchssinn zuständig ist, 40mal so viele Zellen wie der vergleichbare Teil im menschlichen Gehirn.

Die Zähne
Die Zähne eines Hundes weisen ihn als Fleischfresser aus. Er hat große, starke Reißzähne, mit denen er auch zähes Material durchbeißen kann. Außerdem ist dieser letzte Prämolar im Oberkiefer nicht nur vergrößert, sondern hat auch eine Schneidefläche entwickelt und überschneidet damit den ersten Backenzahn (Molar) des Unterkiefers. Die langen, spitzen und leicht gekrümmten Schneidezähne - auch Hundezähne genannt - sind nützliche und stechende Waffen, womit die Beute gefangen und gehalten wird. Beim Hund brechen die verschiedenen Zähne auch zu unterschiedlichen Zeiten aus.

Zahnformel

Die Zahl jedes Zahntyps auf einer Seite des

Ober- und Unterkiefers eines Hundes lautet:

Oberkiefer: 3 Schneidezähne, l Fangzahn, 4 Prämolaren, 2 Molaren

Unterkiefer: 3 Schneidezähne, l Fangzahn, 4 Prämolaren, 3 Molar